Valheim Server erstellen: selbst hosten oder mieten?

Einen Valheim-Server selbst zu hosten kostet keine Softwarelizenz, aber Strom und einen Rechner, der rund um die Uhr läuft. Ein gemieteter Dedicated Server kostet dafür einen festen Betrag im Monat, inklusive Backups und Panel. Für eine feste Gruppe, die regelmäßig spielt, ist Mieten meistens die entspanntere Lösung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Dedicated-Server-Software ist kostenlos, aber dein PC muss durchgehend laufen – bei einem Stromausfall, Update oder Neustart ist der Server offline.
  • Hosten direkt übers Spiel reicht für einen Abend, aber die Welt existiert nur, solange genau diese Person Valheim offen hat.
  • Ein gemieteter Server läuft unabhängig davon, wer gerade online ist, mit automatischen Backups und Einstellungen über ein Panel statt einer Konfigurationsdatei.
  • Für zwei bis vier Spieler in Vanilla reicht der kleinste Tarif (4 GB); mit BepInEx-Mods oder einer größeren Gruppe lohnt sich mehr RAM.
Valheim-Welt am Lagerfeuer, Symbolbild für die Entscheidung zwischen selbst hosten und Dedicated Server mieten

Hosten übers Spiel oder Dedicated Server: was ist der Unterschied?

Valheim kennt zwei grundverschiedene Wege, um zusammen zu spielen. Hostest du direkt übers Spiel, läuft die Welt auf dem PC der Person, die die Sitzung startet, und verschwindet, sobald sie Valheim schließt. Der Dedicated Server ist dagegen ein eigenes, kostenloses Programm, das laut der offiziellen Anleitung von Iron Gate unabhängig vom Spiel über Steam läuft und eine Welt durchgehend online hält – egal ob selbst gehostet oder gemietet.

Genau dieser zweite Punkt – selbst gehostet oder gemietet – ist das Thema hier. Beide Varianten nutzen exakt dasselbe Programm und dieselben Einstellungen. Der Unterschied liegt darin, wer die Maschine dahinter verwaltet und wer zuständig ist, wenn etwas nicht mehr funktioniert.

Hosten übers Spiel bleibt der schnellste Weg für einen einzelnen gemeinsamen Abend: keine Installation, kein separates Tool. Sobald deine Gruppe regelmäßig zurückkommt, wird genau das zur Bremse – die Welt existiert nur, solange dieselbe Person immer wieder hostet, und wer als Erster eine neue Zone erkundet, bestimmt, wie flüssig sie sich für alle anderen anfühlt.

Einen Dedicated Server selbst hosten: was kommt dabei auf dich zu?

Selbst hosten bedeutet: Du installierst das Dedicated-Server-Tool über den Tab „Tools" in deiner Steam-Bibliothek, getrennt von deiner eigenen Spielkopie, und vergibst Servername, Weltname und ein Passwort. Das Passwort muss mindestens fünf Zeichen haben und darf weder im Server- noch im Weltnamen vorkommen – sonst startet der Server nicht.

Sollen Freunde außerhalb deines Netzwerks ohne die Crossplay-Option beitreten, musst du selbst eine Portfreigabe in deinem Router einrichten – das klappt nicht überall, vor allem nicht hinter einer geteilten IP-Adresse deines Anbieters (CGNAT). Mit aktivierter Crossplay-Option läuft die Verbindung dagegen über einen externen Relay-Server, sodass Konsolenspieler über einen Code statt über deine IP-Adresse beitreten, so beschreibt es Iron Gate selbst. Das löst das Portproblem, aber nicht das nächste: Dein PC muss durchgehend laufen, auch wenn wochenlang niemand spielt.

Was selbst hosten in der Praxis kostet

Die Software ist kostenlos, ein PC, der Tag und Nacht läuft, ist es nicht. Im Leerlauf zieht ein gängiger Gaming-PC mit Grafikkarte laut Anker rund 60 bis 100 Watt. Rund um die Uhr über 30 Tage ergibt das etwa 43 bis 72 kWh im Monat. Bei einem deutschen Haushaltsstrompreis von durchschnittlich rund 37 Cent pro kWh sind das etwa 16 bis 27 Euro im Monat – nur um die Welt online zu halten.

Dazu kommt Zeit: Ein Update von Valheim überschreibt deine Startkonfiguration, nach jedem Patch trägst du deine Einstellungen also wieder neu ein. Geht dein PC kaputt, fällt die Internetverbindung aus oder gibt es einen Stromausfall, liegt der Server flach, bis du das Problem selbst löst – niemand überwacht ihn für dich oder spielt im Zweifel ein Backup zurück.

Crossplay mit PS5, Xbox und Switch 2: wie funktioniert das?

Seit Valheim am 9. September 2026 mit Version 1.0 und dem Deep-North-Update erschien, spielen PC, PlayStation 5, Xbox und Switch 2 tatsächlich zusammen auf demselben Server. Konsolenspieler können keine IP-Adresse eingeben: Sie treten über einen sechsstelligen Code bei, den der Server beim Start anzeigt. Dieser Code ändert sich bei jedem Neustart, also am besten direkt in den Gruppenchat kopieren.

Crossplay ist auf der Vanilla-Version des Servers standardmäßig aktiv, nicht auf einer Version mit BepInEx-Mods – Konsolen können diese Mods ohnehin nicht installieren. Das funktioniert identisch, egal ob selbst gehostet oder gemietet: Der Relay-Mechanismus steckt in der Serversoftware, nicht bei der Person, die die Maschine verwaltet. Der Unterschied ist nur, dass ein gemieteter Server diesen Code direkt im Panel anzeigt, ohne dass du selbst in einer Logdatei suchen musst.

Einen Valheim-Server mieten: was du dafür bekommst

Mieten ändert nichts daran, wie Valheim funktioniert – dasselbe Dedicated-Server-Tool, dieselben Einstellungen –, aber sehr wohl daran, wer zuständig ist, wenn etwas schiefgeht. Bei einem Valheim-Server bei OnPowered läuft die Welt in unserem Rechenzentrum in Brüssel, mitten in der EU, bleibt online unabhängig davon, wer gerade spielt, und du stellst alles über ein Panel ein statt über eine Konfigurationsdatei auf deinem eigenen PC.

Bezahlt wird nicht pro Spieler: Jeder Tarif erlaubt bis zu zehn Spieler, die Grenze des Spiels selbst. Der Unterschied zwischen den Tarifen liegt im Arbeitsspeicher, der vor allem mit dem Alter und der Größe deiner Welt wächst, nicht mit der Spielerzahl.

Backups laufen auf zwei Ebenen. Valheim speichert die Welt selbst alle 30 Minuten und behält davon mehrere automatische Kopien, unabhängig davon, wo der Server läuft. Bei einem gemieteten Server kommen vollständige Server-Backups über das Panel hinzu, die du jederzeit wiederherstellen oder herunterladen kannst. Selbst gehostet musst du diese zweite Ebene – und das Wiederherstellen, falls etwas schiefgeht – komplett selbst organisieren.

Welcher OnPowered-Tarif passt zu deinem Server?

Für zwei bis vier Spieler in Vanilla reicht Bronze locker. Spielst du mit BepInEx-Mods oder einer größeren Gruppe, lohnt sich ein Blick auf Iron oder Silver.

TarifRAMvCoresSpeicherPreisLink
Bronze4 GB215 GB NVMe5,99 € pro MonatBestellen
Iron6 GB325 GB NVMe7,99 € pro MonatBestellen
Silver8 GB340 GB NVMe10,99 € pro MonatBestellen
Black Metal12 GB460 GB NVMe14,99 € pro MonatBestellen

Den Tarif Bronze kannst du 3 Tage kostenlos und ohne Vertragsbindung testen: Test starten. Alle Tarife: Valheim Server mieten.

Häufige Fragen

Ist der Valheim Dedicated Server kostenlos?

Das Serverprogramm selbst ist kostenlos und unabhängig vom Spiel: Du musst Valheim nicht zweimal kaufen, um es laufen zu lassen. Selbst hosten kostet dann vor allem Strom und einen PC, der durchgehend läuft; Mieten kostet einen festen Betrag im Monat. Die Software ist also nie die Rechnung – die Infrastruktur dahinter schon.

Wie viele Spieler passen auf einen Valheim-Server?

Zehn – das ist die offizielle Grenze des Spiels, egal ob selbst gehostet oder gemietet. Eine Mod wie MaxPlayerCount schraubt das höher, aber Valheim ist dafür nicht gebaut: Oberhalb von zehn Spielern wird die Synchronisation zwischen den Clients oft zuerst wackelig, besonders in belebten Zonen, in denen viel gleichzeitig passiert.

Funktioniert Crossplay mit PS5, Xbox und Switch 2?

Ja, seit dem 1.0-Update vom September 2026. Auf der Vanilla-Version des Servers ist Crossplay standardmäßig aktiv: Konsolenspieler treten über einen sechsstelligen Code bei statt über eine IP-Adresse. Auf einem Server mit BepInEx-Mods ist Crossplay deaktiviert, weil Konsolen keine Mods installieren können.

Muss mein PC durchgehend laufen, wenn ich selbst hoste?

Ja. Sobald dein PC ausgeht oder in den Standby wechselt, ist der Server für alle offline, auch wenn gerade niemand spielt. Das braucht eine Maschine, die tagelang durchlaufen kann, ohne dass du sie für etwas anderes brauchst, mit Stromkosten, die einfach weiterlaufen.

Welchen Tarif wählst du für eine kleine Gruppe Freunde?

Für zwei bis vier Spieler in Vanilla reicht Bronze (4 GB) locker, besonders in einer jungen Welt. Spielt ihr zusammen mit BepInEx-Mods oder ist die Gruppe größer, lohnt sich ein Blick auf Iron oder Silver: mehr Arbeitsspeicher für eine Welt, die inzwischen weiter erkundet ist.

Siehe auch

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