Minecraft Server für Java und Bedrock: so klappt Crossplay

Ein PC-Spieler (Java) und ein Freund auf Xbox oder Handy (Bedrock) finden sich nicht von allein: Es sind zwei Spiele mit unterschiedlichem Code. Um beide in dieselbe Welt zu bringen, gibt es zwei Wege: einen Java-Server mit dem Plugin Geyser oder zwei getrennte Server nebeneinander, einen für Java und einen nativen Bedrock-Server.

Das Wichtigste in Kürze

  • Java und Bedrock sind zwei getrennte Spiele mit verschiedenen Protokollen: Ohne Brücke sehen sich PC- und Konsolen- oder Handyspieler nicht.
  • Geyser macht einen Java-Server zur Crossplay-Brücke: Bedrock-Spieler landen in derselben Welt wie die PC-Spieler, ohne zweiten Server.
  • Eine Box hostet auch einen Java-Server und einen nativen Bedrock-Server getrennt auf derselben Maschine, ab 15,99 € pro Monat für 3 Server gleichzeitig.
  • Auf Xbox, PlayStation und Switch brauchst du für fremde Server einen eigenen DNS-Eintrag oder eine lokale Verbindung, eine Grenze der Plattformen, nicht des Hosters.
Minecraft-Server, auf dem Java- und Bedrock-Spieler gemeinsam spielen

Warum Java und Bedrock nicht von selbst zusammenpassen

Minecraft Java Edition und Minecraft Bedrock Edition teilen Namen, Welt und weitgehend die Inhalte, technisch sind es aber zwei verschiedene Programme. Java läuft in einer Java Virtual Machine (JVM) und kommuniziert über TCP; Bedrock ist in C++ geschrieben und nutzt UDP, wodurch es auf Serverseite von Haus aus schlanker ist, wie das Minecraft Wiki zum Bedrock Dedicated Server beschreibt. Eine offizielle Brücke von Mojang gibt es nicht: Ein Java-Client versteht schlicht nicht, was ein Bedrock-Server sendet, und umgekehrt.

Das konkrete Ergebnis: Besteht deine Freundesgruppe aus PC-Spielern (Java) und Leuten auf Konsole oder Handy (Bedrock), musst du dich aktiv für eine der beiden Lösungen unten entscheiden. Automatisch passiert hier nichts. Wenn ihr noch ganz am Anfang steht und erst klären wollt, wie ihr überhaupt zusammen spielt, hilft Minecraft Server mit Freunden: 3 Wege, zusammen zu spielen.

Lösung 1: ein Java-Server mit Geyser

Geyser ist ein Open-Source-Plugin, das das Bedrock-Protokoll in Echtzeit ins Java-Protokoll übersetzt. Dein Server bleibt ein normaler Java-Server (Paper, Spigot oder Purpur): Bedrock-Spieler verbinden sich über einen eigenen Port und landen in derselben Welt, mit denselben Plugins wie die PC-Spieler. Kein zweiter Server, keine Welt, die synchron gehalten werden muss. Mit der Erweiterung Floodgate brauchen Bedrock-Spieler zudem kein Java-Konto.

Praktisch heißt das für deine Verwaltung: Bedrock-Spieler tauchen auf dem Server mit einem eigenen Namenspräfix auf, damit sich ihre Namen nicht mit Java-Konten überschneiden. Denk daran, wenn du die Whitelist pflegst oder Rechte in LuckPerms vergibst, sonst wundert sich ein Freund auf der Switch, warum er trotz Einladung nicht reinkommt.

Ein Punkt, den du im Blick behalten solltest: Geyser zieht nicht immer am selben Tag mit der neuesten Java-Version nach. Die offizielle Seite mit den von Geyser unterstützten Versionen zeigt, welche Java- und Bedrock-Versionen gerade passen. Nach einem großen Update lohnt es sich deshalb, ein paar Tage zu warten, bevor du den Server aktualisierst, wenn Crossplay für euch wichtig ist.

Alle Minecraft-Tarife von OnPowered kommen mit dem Versionsmanager für Paper und Spigot: Geyser hinzuzufügen heißt, eine Datei über den Dateimanager hochzuladen und den Server neu zu starten, ab 5,99 € pro Monat.

Lösung 2: zwei getrennte Server, Java und natives Bedrock

Der andere Ansatz übersetzt nicht, er verdoppelt: ein klassischer Java-Server auf der einen Seite, ein Bedrock Dedicated Server (BDS), die offizielle, kostenlose Serversoftware von Mojang, auf der anderen. Jede Edition läuft mit eigener Software, eigenen Einstellungen und in der Regel einer eigenen Welt.

Genau dafür ist eine Box von OnPowered gedacht: Ein einziges Abo hostet mehrere Minecraft-Server, Java und Bedrock eingeschlossen, und die Ressourcen (RAM, vCores, Speicher) verteilst du frei. Die Box Iron bietet zum Beispiel 16 GB RAM und bis zu 3 Server gleichzeitig für 15,99 € pro Monat, genug für einen Java- und einen Bedrock-Server nebeneinander, plus einen Proxy bei Bedarf.

Der Vorteil: Jede Spielergruppe nutzt die native Software ihrer Edition, ohne Übersetzungsschicht. Der Nachteil: Ohne zusätzliches Synchronisations-Plugin sind es zwei getrennte Welten, also nicht die richtige Wahl, wenn alle unbedingt am selben Ort bauen sollen. Dafür bleibt „Java plus Geyser" die bessere Lösung.

Die Falle bei Konsolen: Xbox, PlayStation, Switch

Für Konsolenspieler ändert ein Detail alles. Auf PC und Handy fügst du in der Bedrock Edition einen fremden Server direkt mit Adresse und Port im Reiter „Server" hinzu. Auf Xbox, PlayStation und Nintendo Switch geht das so nicht: Laut Minecraft Wiki können diese Plattformen fremden Servern nur über einen eigenen DNS-Eintrag oder eine lokale Verbindung (LAN) beitreten. Das ist eine Vorgabe von Microsoft, Sony und Nintendo, nicht des Servers oder des Hosters, und sie gilt für Java plus Geyser genauso wie für natives Bedrock.

Bevor du der ganzen Gruppe versprichst, dass jeder mit jedem Gerät rein kann, prüf also, wer worauf spielt. PC und Handy kommen ohne Probleme rein, sobald Geyser oder der Bedrock-Server läuft. Konsolen brauchen einen zusätzlichen Schritt im Netzwerk, je nach Plattform verschieden. Plane den vorher ein, statt ihn erst am Startabend zu entdecken.

Geyser oder zwei getrennte Server: was passt zu dir?

Kriterium Java + Geyser Zwei getrennte Server (Box)
Gemeinsame WeltJa, eine Welt für alleNein, zwei getrennte Welten
AufwandEin Plugin hochladenEinen zweiten Server in der Box anlegen
Plugins/Mods für Bedrock-SpielerDie des Java-Servers (über Geyser)Begrenzt auf Bedrock-Add-ons
Idealer EinsatzGemischte Gruppe, die zusammen spielen willLobby/Survival/Kreativ getrennt oder beide Editionen testen
Einstiegspreis bei OnPowered5,99 € pro Monat (Coal)15,99 € pro Monat (Box Iron, 3 Server)

Für einen ersten Server unter Freunden, auf dem sich alle am selben Ort treffen sollen, gewinnt Geyser fast immer: einfacher zu verwalten, nur eine Welt zu sichern. Die Box lohnt sich, sobald du mehrere Spielbereiche aufbauen oder beide Editionen ohne technische Kompromisse betreiben willst. Wie viel Speicher dabei sinnvoll ist, klärt Wie viel RAM braucht ein Minecraft Server?

Häufige Fragen

Können ein Freund auf Xbox und einer am PC auf demselben Server spielen?

Ja, mit Geyser auf einem Java-Server: Der Xbox-Spieler verbindet sich über das übersetzte Bedrock-Protokoll, der PC-Spieler ganz normal über Java, beide in derselben Welt. Plane auf der Konsole den DNS- oder LAN-Schritt ein, den Xbox für Verbindungen zu fremden Servern verlangt.

Funktioniert Geyser mit allen Paper-Plugins?

Die große Mehrheit, etwa EssentialsX, LuckPerms oder WorldGuard, läuft ganz normal. Plugins mit komplexen grafischen Menüs oder sehr speziellen Oberflächen können auf Bedrock anders aussehen, weil dieser Client nicht dieselben Anzeigemöglichkeiten hat wie ein Java-Client. Teste solche Plugins am besten vorher mit einem Bedrock-Gerät.

Brauche ich zwei Abos für einen Java- und einen Bedrock-Server?

Nein. Eine Box von OnPowered hostet mehrere Server, Java und Bedrock eingeschlossen, in einem einzigen Abo, mit frei verteilbaren Ressourcen. Die Box Iron startet bei 15,99 € pro Monat für 16 GB RAM und bis zu 3 Server gleichzeitig, genug für Java, Bedrock und bei Bedarf einen Proxy.

Klappt Crossplay auch auf dem Handy?

Ja, und das ist sogar der einfachste Fall: Bedrock auf iOS und Android fügt einen fremden Server über IP und Port hinzu, genau wie am PC. Einen eigenen DNS-Eintrag wie bei den Konsolen brauchst du dort nicht. Freunde mit Handy oder Tablet sind also in wenigen Minuten auf deinem Server.

Welcher OnPowered-Tarif passt zu deinem Server?

Java und Bedrock zusammen: Iron (16 GB) mit Geyser. Für mehrere Server parallel: eine Box Iron (3 Server).

TarifRAMvCoresSpeicherPreisLink
Coal8 GB320 GB NVMe5,99 € pro MonatBestellen
Iron16 GB440 GB NVMe11,99 € pro MonatBestellen
Gold24 GB570 GB NVMe16,99 € pro MonatBestellen
Diamond32 GB6100 GB NVMe22,99 € pro MonatBestellen
Emerald48 GB8120 GB NVMe35,99 € pro MonatBestellen

Die Minecraft-Tarife kannst du 7 Tage kostenlos und ohne Vertragsbindung testen: Test starten. Alle Details: Minecraft-Tarife.

Siehe auch

Spielt eure Gruppe auf PC, Konsole und Handy? Dann musst du dich nicht zwischen Java und Bedrock entscheiden: Ein verwalteter Minecraft-Server bei OnPowered startet bei 5,99 € pro Monat mit Paper und Geyser per Upload, oder du nimmst gleich eine Box mit mehreren Servern ab 15,99 € pro Monat, um beide Editionen getrennt zu hosten. Beides kannst du 7 Tage kostenlos testen. Iron bestellen.